Monolayer-Zytologie

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Material: Cervixabstrich mit spezieller Zytobürste oder Spatel

Einsendung in: Speziellen Gefäßen mit Fixativ

Ungeeignet: Abnahme mit Watteträger

Die unterschiedlichen Verfahren der Monolayer-Zytologie (auch als flüssigkeitsbasierte oder Dünnschichtzytologie bezeichnet) beruhen darauf, dass das von der Cervix mit Bürste oder Spatel entnommene Zellmaterial sofort in eine Fixationsflüssigkeit überführt wird. Im Vergleich zum Abstrich mit einem Watteträger, bei dem nur etwa 30% der entnommenen Zellen auf den Objektträger vorliegen, werden weitaus mehr Zellen in die Fixationsflüssigkeit überführt.

In unserem Labor wird die Fixationsflüssigkeit maschinell aufbereitet und zellreiche Präparate hergestellt, auf denen die Zellen aus der Flüssigkeit randomisiert verteilt und weitgehend ohne Überlagerungen und ohne störende Blut oder Schleim vorliegen.

Die Auswertung erfolgt wie bei einem konventionellen Ausstrichpräparat.

Zusätzlich sind an den in der Fixationsflüssigkeit suspendierten Zellen auch nach Herstellung von Monolayer-Präparaten molekularpathologische Untersuchungen auf HPV und/oder Prognosefaktoren (p16 / Ki-67) möglich.

Die verschiedenen Monolayer-Methoden haben in großen Studien unter Beweis gestellt, dass bei gleicher Spezifität ihre Sensitivität derjenigen des konventionellen Zytoabstriches überlegen ist, so dass die Findungsrate von Dysplasien bei Verwendung von Monolayer-Verfahren höher ist. Die wissenschaftliche Diskussion ist jedoch noch nicht abgeschlossen, und viele Aussagen zu diesem Thema sind aufgrund von Eigeninteressen nicht sicher objektivierbar.

Ein großer Nachteil besteht in den deutlich höheren Kosten der Monolayer-Verfahren, die im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen werden.

Wir bieten die Monolayer-Zytologie daher als IGEL-Leistung und für Privatpatienten an. Die Kombination aus Monolayer-Zytologie und HPV-Diagnostik wird aufgrund der sehr hohen kombinierten Sensitivität von uns auf Wunsch ebenfalls durchgeführt.

Aufgrund des hohen Beratungsbedarfes und der speziellen Abnahmetechnik ergibt sich auch für die Gynäkologin/den Gynäkologen ein abrechenbarer Mehraufwand bzw. Mehrleistung gegenüber dem konventionellen Zytoabstrich. Nähere Einzelheiten erläutern wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch. Entsprechende IGEL-Formulare für Ihre und unsere Leistungen stellen wir gerne zur Verfügung.

 

Zusammenfassung

  • Monolayer-Verfahren sind der konventionellen Zytologie überlegen
  • Sie erlauben am gleichen Material eine HPV- Diagnostik
  • Bei Kassenpatientinnen: IGEL-Leistung
  • Bei Privatpatientinnen: Derzeit weitestgehend problemlos abrechenbar